digitale Grußkarten hier!

E-mail oder snail-mail ??
  Das ist hier die Frage !

Ein Telefonat ist unkompliziert, man erhält schnell eine Antwort - aber unter Umständen stört man den Adressaten in einem ungünstigen Moment oder man kommt selber nicht zu Wort mit dem, was man gerne loswerden möchte. Außerdem ist es auch schnell wieder vergessen.
Ein Brief stört nicht, man darf sagen, was man möchte (und vielleicht fällt es einem schriftlich leichter), man kann ihn wieder und wieder lesen, aber es dauert doch recht lange, bis man mit einer Antwort rechnen kann.

Die e-mails verbinden nun die Vorteile dieser beiden Kommunikationsmittel und schließen die Nachteile aus - eine geniale Erfindung!

Seit ich meinen PC habe, sind deswegen Tausende von e-mails auf diesen Rechner gewandert und von dort aus verschickt worden !
 

Aber dennoch gibt es einen einzigen Nachteil: 
                                   Sie "leben" nicht.
Das heißt, sie sind optisch unpersönlich, wirken kalt und sachlich und sind leider auch schnell gelöscht und vergessen.

Deswegen gehöre ich noch immer zu den Menschen, die an der alten Traditon des Briefe- und Postkartenschreibens festhalten. Getreu nach dem Motto:

              Der Weg zum Du geht über gemeinsame
               Arbeit, das Gespräch und den Brief.
                                                              (Zenta Maurina)

Es ist doch immer wieder schön, einen handschriftlichen Brief im Briefkasten zu finden!
Zu wissen, dass der Schreiber ihn auch in den Händen gehalten und Satz für Satz sorgfältig aufs Papier gebracht hat. Da hat sich jemand so viel Zeit genommen, das Briefpapier ausgesucht, den Umschlag beschriftet, die Briefmarke gewählt und platziert, den Brief zum nächsten Briefkasten getragen  und gehofft, dass er ankommt - und möglichst schnell...

Beim Briefeschreiben erzählt man sich so manches, was man mündlich kaum erwähnt - vielleicht weil es die Zeit nicht erlaubt, oder man zu abgelenkt ist von anderen Dingen. Ein Brief erlaubt einem, genau zu überlegen, was man erzählt und WIE man es sagt. Gerade bei heiklen oder ernsten Themen rutscht einem da nicht so schnell ein falsches Wort heraus.
So lernt man sich meiner Meinung nach beim Briefeschreiben auch besser kennen, denn der Schreiber lauscht nach innen, bleibt bei sich, bringt sein Inneres aufs Blatt, wird nicht von der sofortigen Reaktion des Gegenübers beeinflusst und abgelenkt.
Folglich schreibe ich mir mit Einzelnen auch dann noch, wenn ich die Möglichkeit habe, sie immer wieder persönlich zu treffen!

Derzeit sind es 5 Personen, mit denen ich in einigermaßen regelmäßigen Abständen Briefe austausche: 
               Anja, Bettina, Elke, Astrid und Franka
dazu kommen noch ein paar sporadische Briefe an andere und Postkarten.

Im Jahr summiert sich das auf ca. 30 Briefe und an die 100 Karten. 
Da die Briefe in der Regel 6 Seiten lang werden, kostet dies natürlich eine Menge Zeit (und nicht immer werden sie so schnell verschickt wie ich es gerne möchte), aber es bringt auch unendlich viel Freude und Wärme ins Haus! Inzwischen habe ich in meinem Leben mehr als 1000 Briefe und mehr als 700 Postkarten erhalten!
An dieser Stelle möchte ich "meinen" treuen Briefeschreibern einmal herzlich danken!

Aber ich unterstütze hier dennoch auch die elektronische Post, denn besser eine elektronische Karte als gar keine! 

zurück zur Startseite